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Nachhaltigkeit

Fish4Ever wurde mit der Idee gegründet, ökologische Werte, wie Nachhaltigkeit, auf den Fischfang zu übertragen. Unser ganzheitlicher Ansatz ist aufrichtig und umfangreich und konzentriert sich auf Land, Meer und Menschen. Wir unterstützen nicht nur die bestmöglichen Fangmethoden, sondern auch die Gemeinden und kleinen Boote, die sie umsetzen. 

Land

Fish4Ever besteht immer auf Bio-Zutaten.
Organische Landwirtschaft unterstützt Artenvielfalt, kann gesunde Böden aufrechterhalten oder wiederherstellen und zusätzlich saubere Gewässer fördern. 

Meer

Wir bevorzugen kleine Boote, lokales Fischen und gute Fangmethoden. Nachhaltige Entscheidungen erlauben ein Fischen, welches dem Meeresleben nicht schadet. Darum wird unser Fisch mit selektivem Equipment in spezifischen Arealen des Meeres gefangen.

Menschen

Wir unterstützen lokale Fischerboote, die unweit ihrer Heimathäfen fischen und ihre Arbeiter fair behandeln und bezahlen. Wir bevorzugen handwerkliche Kleinboote und lokale Verpackungen und glauben an faire Bezahlungen und Arbeitnehmerrechte.

Kein Beifang

Keine unserer Methoden beschädigt den Meeresboden und den Lebensraum verschiedener Meeresarten. Wir vermeiden alle bekannten Risiken, indem wir ausschließlich Fangmethoden zur Vermeidung von Beifang und dessen Überresten verwenden.

Spezifische Methoden

Fischereimethoden müssen durchdacht sein. Wann immer möglich, nutzen wir Angel und Rute. Bei kleineren Arten, wie beispielsweise Sardinen, wo ein Fischen mit Angel und Rute nicht möglich ist, setzen wir auf artenspezifisches Fangequipment und eine genaue Planung der Fangareale. Wir verweigern Methoden, die den Meeresboden und Lebensraum unter Wasser beschädigen und vermeiden alle bekannten Risiken des Fangens von illegalen Fischen, Jungfischen oder gefährdeten Spezies.

Kleine Boote zuerst

Die Unterstützung kleiner Boote ist der erste Schritt zu wahrhaftiger Nachhaltigkeit. Kleinboote, die in präzisen Teilen des Meeres fischen, nehmen nur die benötigte Anzahl an Fischen, benutzen die besten Methoden, verarbeiten den Fang vor Ort und, als Ergebnis, helfen der Umwelt und den lokalen Gemeinden.

Wir arbeiten immer mit kleinen Booten zusammen und sind stolz darauf, das kleinste Boot der weltweiten Thunfischindustrie zu besitzen.

Lokale Fischerei

Kleine Boote stammen gröβtenteils aus lokalen Gemeinden und fischen meist lokal. Dies bedeutet, dass ein Großteil der ökonomischen Vorteile des Fischfangs den lokalen Gemeinden zugutekommen kann.

On the Hook

Fish4Ever ist stolz darauf, NGOs, Aktivisten, Professoren und Autoren bei der “On the Hook”-Kampagne zu unterstützen.

On the Hook kritisiert den MSC für die Zertifizierung der PNA-Thunfisch-Fischerei im westlichen Pazifik, welche Fischsammelvorrichtungen benutzt. Diese generieren Beifang von gefährdeten Spezies und jungen Thunfischen und verletzen somit wichtige Nachhaltigkeitskriterien. 

Fish4Ever vs. Der MSC

An der Oberfläche sieht der Marine Stewardship Council (MSC) exzellent aus; strukturbezogen und systemisch ist er sehr gut. Wenn die Behauptung „verbessert industrielle Fischerei“ wäre, gäbe es kein Problem.

Allerdings ist er mittlerweile ein System mit einer bestandsbezogenen Definition, welche industrielle und multinationale Firmen unterstützt und dabei gegen kleine Fischereien arbeitet.

Seit unseren Anfängen im Jahr 2000 hat sich Fish4Ever gegen die industrielle Fischerei gewandt und eine Philosophie von Land, Meer und Menschen etabliert.

2007 starteten wir unsere Kampagne „Versteckte Kosten des Thunfischs“.

2008 bewarb Greenpeace nachhaltigen Thunfisch, nannte Fish4Ever einen „globalen Anführer“ und ehrte uns mit einer Bewertung von 89%.

Als direkte Antwort auf die Initiative von Greenpeace formte der WWF zusammen mit BIG TUNA (die multinationalen Fischkonserven-Hersteller) die International Seafood Sustainability Foundation (ISSF). 

Als Reaktion auf den Druck von Greenpeace konvertierten BIG TUNA Marken zu der Angel-und-Ruten-Praktik und natürlich dem MSC Programm.

Es ist nicht überraschend, dass als Ergebnis dieser vermehrten Nachfrage nach Angel-und-Ruten-Fischen Argwohn entstand. In vielen Teilen des Meeres arbeiten Angel-und-Ruten-Fischer mit Ringwadenfischern zusammen, wobei regelmäßig Fangtransfer auftritt.

In 2009 sahen wir den Trend und die Gefahr, große Marken dazu anzutreiben, mit Angel und Rute zu fischen. Daher waren wir entschlossen, eine vertrauenswürdige Lösung zu finden.

In 2016 besuchte die International Pole & Line Federation (IPNLF), welche handwerklichen Fischfang unterstützt und in welcher wir Mitglied sind, die Azoren, von wo wir unseren Skipjack-Thunfisch kaufen. IPNLF beschrieb die Fischerei dort als die “am besten überwachte Angel-und-Ruten-Fischerei der Welt”.

Seit der Greenpeace Kampagne wird weltweit mehr Fisch als „geangelter Fisch“ betitelt, als wirklich mit Angel und Rute gefangen wird – zu einer Rate von 3 zu 2.